Erfolgreich gelaufen: 2 Hüft-TEPs in einer OP



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  763. Eintrag von am 02.03.2008 - Anzahl gelesen : 98  
  Erfolgreich gelaufen: 2 Hüft-TEPs in einer OP  
  0Meine Güte, eure Daumen müssen Muskelkater haben. Vielen, vielen Dank fürs Drücken - es hat sich gelohnt!

Hier mein versprochener Bericht:

OP-Tag:
4-stündiger Eingriff am Vormittag, nachmittags schmerzfrei aufs zurück, beide Beine in Schienen gelagert.
1. Tag nach OP:
Aufstehen an der Bettkante mit Unterstützung durch das Pflegepersonal, beide Beine dürfen sofort voll belastet werden.
2. Tag nach OP:
Völlig schmerzfreies Ziehen der Wunddrainage-Schläuche. (Schläuche aus SILIKON schmerzen beim Ziehen nicht !!!).
Mit dem Gehwagen ins Bad. ('Stellen Sie sich auf Ihre Beine und laufen Sie los'! UND ES FUNKTIONIERTE !!!!!)
3. Tag nach OP:
Entfernen des Blasenkatheders. Mit dem Gehwagen auf den Flur.
4. Tag bis zur Entlassung: Laufen an Gehstöcken, ung des Schwierigkeitsgrades (Treppen steigen, Streckenverlängerung, Homet).
Tägliche Anwendungen: Lymphdrainage, Einzel-KG, Kühlkompr, Thromboseprophylaxe.
Ich hatte zu keinem Zeitpunkt unter Wundschmerzen zu leiden, lediglich die Muskeln ziehen duch den Eingriff z.T. recht massiv. Dies wird aber von Tag zu Tag besser.

Während der OP wurden noch eine Menge zusätzlicher Korrekturen vorgenommen. Einen Eingriff dieser umfassenden Art kann nur ein Spezialist durchführen. Mein Operateur hat sich auf schwierige Fälle spezialisiert. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich ihn gefunden habe, und dass er mich behandelt hat. Ich würde mich unter diesen Voraussetzungen jederzeit wieder genau so entscheiden.

Nach 14 Tagen Beginn der AHB.
Ich habe mich nach einem Gespräch mit dem Reha-Orthopäden für 2 Wochen stationäre und eine Woche teilstationäre Reha entschieden. (Für teilstationäre Reha nach der ersten Woche war ich dem Arzt 'zu fit' !!! Er hatte Angst, ich würde dann zu Hause Bäume ausreissen. Er hat den Therapeuten Anweisung gegeben, mich zu 'bremsen'). Ich hoffe, dass ich vernünftig bin, dass der Genesungsprozess weiter positiv verläuft und ich in angemer Zeit -was auch immer man darunter verstehen mag- auch mal wieder meinen Mitwanderern und -walkern davonlaufen kann. Weitergehende Fragen beantworte ich Euch gerne.

,
Anne
 
  9. Antwort von am 19.07.2021  
  Anne,

Deine OP ist ja nun schon einiges über 10 Jahre her und mich würde interessieren wie es Dir heute geht, was Du machst/machen kannst, was Du nicht machst/nicht machen kannst und wie Deine Erfahrungen mit den beiden Prothesen im Allgemeinen sind.
Ich soll demnächst auch unters Messer und der Arzt hat mir versprochen, dass ALLES gut wird - aber da bin ich mir nicht sicher - weil Ärzte doch gern mal viel versprechen und wenn es nicht so kommt, ist der Patient und sein Druckherum Schuld.
Ich würde mich gern wieder bücken und hocken können und habe halt die Befürchtungen, dass das nichts wird. Fahrradfahren und Wandern ist auch nicht schlecht, aber ich will wieder im Garten auf dem Boden rumwerkeln können. Ansonsten wäre ich weiterhin sehr deprimiert ;-(.
LG, Carmen
 
  8. Antwort von am 14.10.2012  
  H.,

zum Zeitpunkt der OP war ich 62 Jahre alt.
Der Eingriff wurde unter Vollnarkose durchgeführt.
Seit über 20 Jahren nehme ich regelmässig einmal pro Woche an einer Wirbelsäulengymnastikeinheit teil. Zu Hause führe ich die Übungen zusätzlich durch.
Das habe ich auch noch unmittelbar vor der OP getan - so gut es damals ging.

Ohne Gehhilfen konnte ich schon recht schnell wieder mit gutem Gangbild laufen. Unterwegs habe ich die Krücken aber noch zur Sicherheit mitgenommen, um Passanten zu signalisieren: bitte aufpassen!

Heute sieht man mir nicht im Geringsten an, dass in mir zwei Titan-Schätzchen stecken. Mein Gangbild ist sauber, ich habe keine Schmerzen.
Die Kontrolluntersuchungen habe ich bisher alle ohne Befund absolvieren können.

Nach insgesamt 4 Monaten habe ich wieder gearbeitet.

Ich wünsche dir die für dich richtige Entscheidung und dich ganz herzlich,

A.
 
  7. Antwort von am 14.10.2012  
  Liebe A., Dein Bericht klingt sehr beruhigend, muss ich sagen ! Darf ich fragen, wie alt Du damals gewesen bist ? Ich werde 2013 im Februar operiert und bin dann gerade 60 J. alt. Welche Narkose hattest Du ? Vollnarkose oder Kreuzstich ? Hast Du vor der OP mit Muskelkräftigungstraining begonnen oder bist Du ohnehin durchtrainiert gewesen ? Ich bin leider ein 'Bewegungsmuffel' und aufgrund der Schmerzen bewege ich mich noch weniger gern. Ich habe aber schon von anderer Seite gehört, dass eine kräftige Muskulator von immensem Vorteil ist. Wie lange hat es gedauert, bis Du wieder im grossen und ganzen wieder ein weitgehend 'normales' Bewegungsleben führen konntest ? , H.  
  6. Antwort von am 03.03.2008  
  Anne,
ich gratuliere Dir ebenfalls zu Deinen TEPs.
Es ist schon erstaunlich, dass es doch sehr gut laufen kann, wenn beide Hüften in einer OP mit TEPs versorgt werden.
Mir wurde zu einer solchen OP von allen Seiten abgeraten.

Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung und bewahre Deine positive Einstellung.
Aber ich möchte Dir auch - trotz des positiven Verlaufs -
den Tipp geben, es nicht zu übertreiben und viel Geduld zu haben, wenn die weitere Genesung mal nicht so klappen sollte.

Alles Gute - und vielen Dank für Deinen positiven Bericht, der bestimmt vielen Mitgliedern, die vor einer OP stehen, Mut macht.
G.
 
  5. Antwort von am 02.03.2008  
  Anne,

das ist ja wunderbar zu lesen.So wünsche ich mir es auch. Hab jetzt noch 11 Tage bis zum KH und 12 tage bis zur O.P
Was hattest du für eine Narkose?
Die Zeit vorher find ich schon anstrengend.Man macht sich viele Gedanken.
Ich find es toll ,dass Du zwei Hüften auf einmal so gut geschafft hast.Herzlichen Glückwunsch .Pass gut auf Deine neuen Begleiter.Nicht zuviel auf einmal.Genies das neue Lebensgefühl.


Gabi

 
  4. Antwort von am 02.03.2008  
  Na, da kann man nur gratulieren,,,
Du schreibst , wie eine 30 Jährige ( Respekt )

Aber , dann höre auch auf die Ärzte. Ich bin auch zwei
Wochen nach der OP auf dem Boden rumgekrabbelt,
in die Hocke und dann ohne Nachzudenken mit der Neuen
Seite hochgedrückt. Wäre fast in die Hose gegangen.
Deshalb, immer ruhig angehen lassen.

Viel Spass noch mit Deinen beiden Lieben,,
 
  3. Antwort von am 02.03.2008  
  Anne,
das macht richtig Spass deinen Bericht zu lesen. Ich freue mich für dich und wünsche dir weiterhin gute Besserung und viel Erfolg beim Training.

D.
 
  2. Antwort von am 02.03.2008  
  B.,

ich will schnell deine Neugier stillen und die Fragen beantworten.

Prothese: Keramik-Kopf und Titan-Schaft von DePuy
Krankenhaus: Klinik Rotes Kreuz
Operateur: Prof. Dr. Fridun Kerschbaumer
Reha: Hohenfeld-Kliniken Bad Camberg (2 Wochen
stationär, 1 Woche teilstationär)
Belastung: Von Beginn an (1 Tag nach der OP) Vollbe-
lastung.


Ich hoffe, alle Fragen ausreichend beantwortet zu haben. Falls nicht, meldet euch.

LG,

Anne
 
  1. Antwort von am 02.03.2008  
  Anne, oder auch der kleine Zappel,

Deine Überschrift liest sich ja schon einmal sehr gut.
Aber nu mache uns doch noch schlauer, welche Prothese
wo, Reha ja/ nein / und wo, wie läuftst Du mit welcher Belastung der Beine,

Fragen über Fragen.

Aber das Wichtigste

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen OP

 




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