Spezialisten Knie Arthrose / Erfahrungen



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  2918. Eintrag von am 21.02.2021 - Anzahl gelesen : 92  
  Spezialisten Knie Arthrose / Erfahrungen  
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ich bin auf der Suche nach Knie Spezialisten in NRW.
Meine Suche im Internet gestaltet sich schwierig, ich dachte, ich versuche es mal hier aufgrund echter Erfahrungen.Kenne vom Hörensagen bisher zB. nur .
Es geht um eine mediale Gonarthrose mit winzigen Geröllzysten und Osteophyten und Meniskopathie.Bin erst Ü 50 und für einen Eingriff eigentlich noch viel zu jung.......Arthroskopie möchte ich auf jeden Fall vermeiden- diese soll in der Konstellation ja tatsächlich nicht so erfolgversprechend sein.
Habe jetzt unterschiedliche Arztmeinungen, physiotechnisch ist bisher fast gar nichts gelaufen, weil ich immer innen wie auf Felge laufe ( Arzt sagt aber, laut Bildgebung sollte es so gehen...... :( ).
Mir rennt die Zeit davon, ich möchte jetzt dringend einen guten Spezialisten aufsuchen.Vielleicht mache ich auch bei der Suche einfach was falsch? Dann würde ich mich freuen, wenn mir jemand weiter helfen kann.
Verzweifelte und lieben Dank für Eure Mühe.
 
  6. Antwort von am 10.03.2021  
  'Arthroskopie möchte ich auf jeden Fall vermeiden'

Ich hatte im ganzen 7 orthopädische Eingriffe, und die Arthroskopie zur Glättung des gerissenen Meniskus gewiss die harmloseste. Ich weiss nicht mal mehr, wieviel Tage nachher ich noch schonen musste. Nützen wird die Arthroskopie aber oft nicht viel. Aber die Umstände sind weniger belastend als ein normaler Tag mit Schmerzen. Kann ich dir garantieren.

Bei Abnützung im inneren Kompartement ist die beste Masssnahme die erwähnte Osteotomie. Geht natürlich nur, wenn die Beinachsen eher X-förmig sind. Sonst könnte später eine unikondyläre Schlittenprothese implantiert werden.
 
  5. Antwort von am 03.03.2021  
  A.,

meine Operationen haben bereits ab 2000 stattgefunden, heute operiert man ganz anders als früher.

Natürlich kannst du auf dem Ergometer fahren, du sollst dabei nicht zu starke Steigungen fahren, also nicht zuviel Kraft auf dein Knie bringen. Es ist wichtig, dass man vor einer Gelenkoperation seine Muskulatur aufbaut, um so schneller kann man nach dieser OP wieder gehen. Es ist besser tgl. 2-3 x für 15 Minuten zu fahren, als am Stück 45 Minuten.

Ich habe damals meine Arthroskopie bei einem Orthopäden machen lassen. Heute weiss ich, dass er keine so gute Erfahrung wie mein Klinik-Operateur hatte. Und wenn du doch eine Prothese benötigst, ist es schon einmal gut, wenn du bereits deinen Operateur kennst.

Leider zahlen manche Krankenkassen die Arthroskopie nicht mehr, nach Studien sollen sie sinnlos sein. Wenn es ein sehr guter Arzt macht, dann macht das meiner Meinung nach Sinn. Er darf nur nicht zuviel wegzwicken.

Frage deinen Operateur ob du auch stationär gehen kannst. Nach meiner Knieumstellung und einem kleineren Unfall im MAT konnte ich stationär bleiben. Es ist eine grosse Hilfe wenn man bedient wird :-)

Übrigens, mein Orthopäde hielt nicht viel vom MRT vor der Operation, er meinte immer, er operiert das was er sieht. Leider ist er in Rente gegangen.

In meiner langjährigen Arthrosezeit habe ich gelernt, dass ein Orthopäde in einem TEP Zentrum viel besser eine Injektion in das Knie setzen kann, als ein nicht operierender Orthopäde.

Viele verg, dass es sich bei einer Arthroskopie auch um eine grössere Operation handelt.

Eine Schlittenprothese war bei mir damals noch Neuland :-)
Leider waren meine beiden Knieumstellungen kein Erfolg. Aber das lag nicht am Operateur sondern an einem damals noch nicht bekannten Lymph- und Lipödem und meiner Fibromyalgie.

Meine Lymphtherapeutin/Masseurin erklärte mir, dass eine Knieumstellung den ganzen Körper betrifft. Früher hatte ich O-Beine, heute habe ich X-Beine, sieht nicht gut aus. Dadurch stimmt die Statik im Körper nicht mehr. Im Alter spürt man das dann.

Wenn ich früher gewusst hätte, wie gut es mir mit den Knie-Prothesen geht, hätte ich mich schon eher operieren lassen.

Darum warte nicht zu lange bis du dich entscheidest

von B.
 
  4. Antwort von am 01.03.2021  
  B.,
es ist nur schwierig, ein wenig Bewegung in den Alltag zu bringen, wenn man nicht laufen kann.Deshalb dachte ich, ein wenig Ergometer kann nicht schaden.Ich kann doch nicht den ganzen Tag hier herum liegen, das gibt doch Thrombose.Habe allerdings wieder Angst wegen des Knochenmarksödems ! und natürlich der Knorpelglatze( Femoropatellares Kompartiment).
Mir bleibt aber vor einer weiteren Entscheidung ( Umstellung, Schlittenprothese.....) keine andere Wahl als diese Arthroskopie, oder?
Ich bin Dir dankbar für diesen Austausch, und bin jetzt sogar etwas überrascht, dass Du sogar für eine Arthroskopie eine Fachklinik empfiehlst.Was ist da im Schnitt für eine Wartezeit normal? Kann man es dringlich machen?
Also war mein Gedanke ja gar nicht so verkehrt.Warst Du ambulant der stationär? Ich würde es gerne stationär machen, aber ich glaube, das macht nicht jeder, oder?
Bist Du denn mit Deiner Umstellung zufrieden oder wäre eine Schlittenprothese auch eine Option gewesen?
Hat jemand Erfahru
 
  3. Antwort von am 26.02.2021  
  A.,

die Arthrose Beschwerden verlaufen wellenförmig. Das heisst dass die meisten Beschwerden auch wieder verschwinden... bis zum nächsten Mal.

Ich habe bei meinen Knieschmerzen, der Meniscus war eingeklemmt, rechts, eine Arthroskopie bekommen, das Knie wurde geputzt und mir wurde erklärt, dass ich eine Knochenglatze habe. Leider hat mein Arzt mir den Meniscus zu stark gekürzt. Nach einigen Monaten die ich gehumpelt bin, bekam ich eine Knieumstellung.

Wenn du dir eine Arthroskopie machen lässt, dann aber nur in einem TEP-Centrum, hier haben die Ärzte die nötige Erfahrung. Das ist keine kleine Operation! Und danach akzeptiere bitte, dass es einige Monate dauern kann, bis dein Knie wieder rund läuft.

IBU-Tabletten sollten man nur bei sehr starken Schmerzen nehmen. Man vergisst immer wieder, dass man sich den Magen damit kaputt machen kann.

Ich habe vor meine Arthroskopie damals alles ausprobiert, alle Privatbehandlungen, aber als ich nicht mehr gehen konnte, habe ich mich zu der Arthroskopie entschlossen.
Danach wusste ich jedenfalls Bescheid, dass ich einen Totalschaden im Knie hatte und alle privaten Behandlungen keinen Sinn mehr machen würden.

Ich habe nie in den Schmerz hinein trainiert, das machte für mich keinen Sinn. Wenn man seine Schmerzgrenze einhält, dann klopft das Knie auch nicht abends.
Ich habe z.B. im MAT die Fusspresse verweigert, bin aber trotzdem sehr gut gelaufen:-)
Versuchs noch einmal und höre bitte darauf was dein Knie dir sagt.

Viel Geduld wünscht dir B.



 
  2. Antwort von am 22.02.2021  
  B.,
Danke für Deine Antwort.Mein Problem ist halt, dass ich mich nun schon etliche Wochen mit diesem Innenmeniskus herum plage- und dann noch diese Arthrose.
Ich habe jetzt mehrere Arztmeinungen und auch die Aussage eines Physiotherapeuten.
Kurze Zusammenfassung:
- Mittlerweile sollte sich etwas tun, ansonsten dann doch Arthroskopie OBWOHL mittlerweile überall wissenschaftlich belegt sein soll, dass das in dieser Konstellation wenig bis gar nichts bringen soll.
- Der eine Arzt sagt, Tabletten absetzen, der nächste sagt wieder, auf jeden Fall weiter nehmen ( irgendwann sollte es reichen, oder?)
- Ein Arzt sagt, lieber nochmal schonen und weiterhin dazu Ibu.Der Physiotherapeut sagt, Bewegung ist das A und O und man sollte dann durchaus mal die Zähne zusammen beissen.Studien hätten bewiesen, dass da mit den Knochen nichts passieren kann, nur durch Bewegung kommt man aus diesem Teufelskreis.Okay, vielleicht nur bei Arthrose, aber incl. Meniskus.......? Ich weiss es nicht.Liebscher Bracht sagt, es liegt einfach oft nicht am Meniskus, mit Dehnen müsste man das hin hinkriegen......
- Also: wieder bewegen, bewegen, bewegen, abends dann tuckern und Pochen im Knie.Arzt sagt, das klingt nicht gut. Nehmen Sie wieder Ibu......
Ich drehe langsam durch und weiss gar nicht mehr, was nun richtig ist.

P.S. Ich trage Einlagen, mache Quark- und oder wickel, kühle zwischendurch immer noch.......

Auch hier im Forum lese ich oftmals, dass eine Arthroskopie nichts gebracht hat.Brauche ich vielleicht noch mehr Geduld?Fast 2 Monate finde ich schon lang, leider ja auch immer wieder mit unterschiedlichen Therapieansätzen......
Soll ich weiter Physio machen, trotz Ibu? Durch die Tabletten merkt man ja oft keine Belastungsgrenze.....
 
  1. Antwort von am 22.02.2021  
  A.,

einen guten Arzt in NRW kann ich dir leider nicht nennen, da ich aus bin.
Aber ich kann dir ein paar Tipps geben, evtl. ist auch einer für dich dabei.

Als bei mir die Beschwerden mit den Knien angingen bekam ich zuerst seitlich erhöhte Einlagen, die das Knie leicht auf die andere Seite gekippt hatte, damit lief ich nicht mehr so intensiv auf den Felgen.

Bei der Dorn-Therapie wurde mir erklärt, dass es oftmals zu den Knie-Beschwerden kommen kann, wenn die Hüfte etwas schief steht. War für mich nachvollziehbar, aber ich hatte leider bereits einen Totalschaden, heisst Knorpelglatze in beiden Knien. Aber eine Erleichterung brachte es mir doch.

Als Bewegung wäre Schwimmen, KG im Wasser oder Aquajogging sehr ideal, da hier nicht so viel Gewicht auf deinem Knie lastet.
Beim Nordic walking die Stöcke kürzer nehmen, dadurch wird dein Gewicht reduziert.

Auf einen Tisch setzen und dann mit den Beinen baumeln, dadurch wird die Gelenkschmiere besser im Knie verteilt und die Schmerzen werden weniger.

Über einen kühlen Quarkwickel freut sich dein überfordertes Knie, wenn du ihn auflegst.

Und wenn du nun noch eine Ernährungsumstellung machst und dabei das tierische Eiweiss (Arachidonsäure) für 14 Tage ganz weg lässt und später nur noch ab und an Fleisch und Milchprodukte isst, wirst du feststellen, dass die Entzündung durch die Reibung im Knie, zurück geht und damit auch die Schmerzen.
Dies kannst du alles in unserem Arbeitskreis für Ernährung und Gewicht nachlesen, bzw. mir in meine Infobox eine Mail schicken. Gerne beantworte ich dir deine Fragen

sendet Dir
B.

PS: ein guter Orthopäde ist einer der nicht sofort operiert, das ist meine Meinung!

 




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Stand : 10.03.2021 18:55:23
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