6 bzw. 10 Monate nach Hüft-TEP - und ich weiss nicht weiter



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  271. Eintrag von am 17.07.2005 - Anzahl gelesen : 77  
  6 bzw. 10 Monate nach Hüft-TEP - und ich weiss nicht weiter  
  0 Hüft-Tepler,

ich habe eine Odyssee von Arztbesuchen hinter mir und habe von 4 Ärzten und einem Physiotherapeuten völlig gegensätzliche Meinungen vorliegen, die mich nunmehr in einen 'Teufelskreis ' gebracht haben, d.h. ich muss mir aus den Meinungen die für mich Richtige aussuchen.

Aufgrund sehr schlechter Ausgangsvoraussetzungen habe ich leider nach 2 TEP-Ops immer noch Schmerzen. Mein Orthopäde plädiert dafür, dass ich 1. möglichst von den starken Schmerzmitteln runter komme und 2. keine KG mache, weil ich anschliessend zunehmende Schmerzen habe.

Der 1. Schmerztherapeut wollte mich mit Morphium behandeln, meinte aber, dann dürfe ich nicht arbeiten gehen und auch nicht selbst Auto fahren.

Der 2. Schmerztherapeut meinte, jegliche Bewegung würde die Muskeln nur unnötig reizen - also solle ich weder KG noch Aquajogging (was mir aber gut bekommt) noch Rad fahren betreiben. Ohne Schmerzmitel käme ich aber aufgrund der starken Schmerzen nicht aus. Ich solle es daneben mal mit Yoga und Akupunktur versuchen.

Mein Operateur meint, ich müsse unbedingt weiter KG - aber vorwiegend Dehnübungen - machen. Da ich aber Schmerzen habe, müsse ich starke Schmerzmittel nehmen, weil nur dann der Physiotherapeut mit seinen Übungen weiter käme- Ohne Schmerzmittel würden sich meine Muskeln sofort sperren und dann brächte die KG nichts.

Mein Physiotherapeut meint., wenn ich Schmerzmittel nähme, könne er nicht feststellen, wann bei mir die Schmerzgrenze erreicht ist und dann könne es bei den Übungen schnell zu Muskelzerrungen o.ä. kommen. Deshalb solle ich keine Schmerzmittel nehmen.

Ich versuche jetzt, die Meinung meines Operateurs umzusetzen. D. h. ich nehme wieder die morphinähnlichen Schmerzmittel und habe in der vorigen Woche wieder mit KG angefangen. Jetzt habe ich noch stärkere Schmerzen als vorher (vielleicht auch, weil die Übungen beim Physiotherapeuten und meine eigenen zu Hause für meine Muskeln nach 6 wöchiger Pause ungewohnt sind).

Nach den völlig unterschiedlichen Meinungen weiss ich nun gar nicht mehr, was ich machen soll. Manchmal habe ich das Gefühl, egal , was ich mache, ich komme keinen Schritt weiter. Ich musste jetzt einfach mal meinen Frust los werden und würde mich freuen, wenn es auch andere hier im FORUM gibt, denen es ähnlich geht oder gegangen ist und mir doch noch ein wenig Hoffnung machen können.



A.
 
  3. Antwort von am 24.07.2005  
  A. 48, ich habe schon zwei Wechselop. hinter mir und immer noch Schmerzen. Auch bei mir hat jeder Arzt eine andere Meinung. Aber ich habe festgestellt, dass ich mich mit Bewegung viel besser fühle. Ich gehe 3x in der Woche ins Fitnessstudio, mache jeweils einen 1stündigen Kurs ( Rückenschule oder Wirbelsäulengym.) mit, fahre mit dem Fahrradtrainer und gehe in die Sauna. Z.ZT. nehme ich Kortison 10mg am Tag. Hilft leider auch nicht so gut gegen Arthrose im ganzen Körper und ich hab schnell 4 Kilo zugenommen, wo ich doch abnehmen will. Ich hab wieder mal den Orthopäden gewechselt, denn nur ein Rezept rausreichen hilft mir nicht viel. Also liebe A. 48 versuche es mit viel leichter Bewegung und Wärme, allerdings muss dein künstliches Gelenk gut sitzen, das sollte man schon überprüfen. Meine Prothesen hatten sich nach 5 Jahren beide gelockert. Ich wünsch Dir eine schmerzfreie Zeit und Dich D.
 
  2. Antwort von am 19.07.2005  
  B.,

für Deine Antwort. Da ich immer nachmittags KG habe, muss ich leider die Schmerzmittel schon morgens nehmen, weil ich ansonsten nicht den Vormittag im Büro überstehen würde. Ausserdem ist bei dem Mittel , das ich nehme, ganz wichtig, dass zur Erreichung eines gleichmässigen Schmerzpegels eine zeitlich regelmässige Einnahme erfolgt (alle 12 Stunden). Habe selbst schon ausprobiert, ob ich das medikament nicht einfach nach der KG nehme - mit dem Ergebnis, dass ich mich kaum bewegen bzw. nicht über einen längeren Zeitraum am Schreibtisch sitzen konnte. Ich hoffe, dass sich die Muskeln an den jetzt wieder aufgenommenen Dehnübungen mit der Zeit gewöhnen und versuche, einen Ausgleich durch Aquafit und Rad fahren herbei zu führen.



A.
 
  1. Antwort von am 19.07.2005  
  A.,
aus eigener erfahrung weiss ich, das bewegung sein muss, sonst wir das betroffene gelenk steif. kg muss also sein. notfalls selber machen! sie sollte aber möglichst auf dauer keine schmerzen verursachen! dann lieber etwas weniger intensiv und dafür mehrmals am tag! um ein gelenk wieder in gang zu bringen, kann es durchaus hilfreich sein, starke medikamente zu nehmen. ich würde sie aber nach den übungen nehmen, sonst kann es wirklich zu überlastungen kommen, da hat dein therapeut recht!
allerdings sollten die schmerzen nach einiger zeit nachlassen, wenn sich das gelenk wieder an die bewegung gewöhnt hat. muskelrelaxane können da anfangs auch gut helfen, um die muskelatur geschmeidiger zu machen. aber nicht auf dauer nehmen, sonst wird die muskulatur geschädigt. ich habe damit gute erfolge erzielt. wenn aber die schmerzen nicht nachlassen, solltest du dich nochmals an deinen operateur wenden!
gute besserung und
B.
 




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Stand : 24.07.2005 17:54:21
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