Umstellung an 4 Gelenken 'gleichzeitig'?



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  106. Eintrag von am 11.08.2005 - Anzahl gelesen : 42  
  Umstellung an 4 Gelenken 'gleichzeitig'?  
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ich bin jetzt erst 26 und habe an beiden Kniegelenken auf der Innenseite Probleme (3. Grad). Im linken Knie soll aussenseitig ein 2. gradiger Knorpelschaden vorliegen (rechts?).
Seit einiger Zeit habe ich auch (meist ununterbrochen) Probleme mit beiden Hüften. Wg. meiner beantragten BU-Versicherung kann ich aber z.Zt. nicht zum Rheumatologen(?) bzw. Orthopäden gehen, sonst nehmen sie mich nicht.

So, was mache ich? Wenn ich jetzt kaputte Knie hab, was mache ich dann mit 85 J., wenn ich dann noch lebe?

Wäre es mögl., jetzt eine Umstellung zu machen, anschliessend eine Schlittenprothese?

Habe aber irgendwo gelesen, dass eine Umstellung später den Protheseneinsatz sehr erschwert, stimmt das?

Meine grösste Angst ist, mit 60 Jahren im Rollstuhl zu sitzen, weil schon viele OPs bzw. Prothesen-Wechselops durchgeführt wurden.

 
  2. Antwort von am 21.08.2005  
  A., suche dir einen guten Orthopäden, der keine Knie OPs selbst macht und zu keiner Klinik gehört, und sprich mit dem darüber. Es gibt eine Behandlungsmethoden mit Hyalinsäure die du erst einmal ausprobieren solltest bevor du dir eine OP antust. Hast du dir schon von den Knieen eine CT Aufnahme machen lassen. Zögere jeden Eingriff so lange wie möglich hinaus, denn jeder Eingriff ins Kniegelenk kann auch noch grössere Schäden hervorrufen. Und eine Umstellung ist nur dann sinnvoll wenn du wirklich eine Besserungschance hast.
Laut meinen Ärzten in der Klinik ist es kein Problem nach einer Umstellung eine Schlittenprothese einzubauen. Das Problem ist nur wenn man zu übertieben umstellt. Das Bein sollte nach der OP weder ein X noch ein zu starkes O-Bein sein. Bei dir hört sich das Ganze aber an als hättest du mit deiner ganzen Wirbelsüle Probleme. Such dir doch einen Osteopaten oder einen Osteopraktiker der kann dir vieleicht auch ohne OPs helfen, denn die meisten Schäden der Hüfte und der Knie sollen von der Wirbelsäule durch Fehlhaltung und Fehlbelastung kommen. Zum Schuss ein guter Rat: eine OP ist die letzte Möglichkeit und sollte es auch bleiben.

C.

 
  1. Antwort von am 11.08.2005  
  A.,
ich habe im Alter von 28 Jahren meine ersten Kniespritzen bekommen wegen eines Meniskusschadens. Mit Anfang 40 die erste Arthroskopie, damals schon mit einem Knorpelschaden 4 Grades, dann 4 Jahre später die zweite Arthroskopie und erst mit 55 eine Knieumstellung, die übrigens prima geklappt hat und mich schon seit 2 1/2 Jahren nahezu beschwerdefrei macht.
Es stimmt nicht, dass eine Umstellung einen Protheseneinsatz erschwert. Der Sinn der Umstellung ist ja unter anderem auch der, dass man eine TEP noch hinauszögern kann, sie aber nicht ausschliesst.Wenn Du in einem Knie nur an der Innenseite Verschleiss hast und die Aussenseite o.k. ist, wäre eine Umstellung sicher sinnvoll, aber beim anderen Knie, wo aussen auch schon eine Abnutzung besteht, würde ich zögern.
Die Hüften sind ja bei Knieschäden oft mitbetroffen, weil man durch Schmerzen oder Fehlstellungen fehlbelastet.
Im übrigen:denke noch nicht, was wäre wenn...mit 80 etc...Versuche mit einem Übungsprogramm und regelmässiger Bewegung Deine Muskulatur aufzubauen um die Knie möglichst lange stabil zu halten.Was Du alles machen kannst um vorzubeugen, kannst Du hier im Forum in vielen Berichten nachlesen. Du gehst oben an die Leiste, klickst Diskussionsforum an und gehst in den Übersichtsforen auf 'Kniearthose'.
von B.
 




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Stand : 23.08.2005 19:23:04
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