Widerspruch bei abgelehntem Kurantrag



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  Bitte denkt daran, dass in Deutschland das sogenannte Rechtsberatungsgesetz nur Anwälten im Rahmen eines Mandats erlaubt, eine Einzelfallberatung durchzuführen. Deshalb haltet bitte die Fragen allgemein ... was kann man allgemein in so einem Fall tun ... und schildert in den Antworten welche Erfahrung Ihr persönlich damit gemacht habt.  
  76. Eintrag von am 14.06.2006 - Anzahl gelesen : 108  
  Widerspruch bei abgelehntem Kurantrag  
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ich habe Arthrose. Und zwar wohl in den Knien (schmerzt beim Gehen und besonders beim Treppensteigen und auch oft beim Hinsetzen und Aufstehen) und in den Daumensattelgelenken. Bei den Grosszehengelenken besteht noch keine Einigkeit, ob es ein beginnender Hallux v. ist oder Arthrose. Aber jeder Schritt tut weh (und auch jetzt beim Sitzen schmerzt es), beim Draufdrücken auf das Gelenk tut es sehr weh und manchmal hat man das Gefühl, dass sich die Knochen beim 'Anwinkeln' verkanten und man es kaum wieder gerade bekommt - schon gar nicht ohne Schmerzen.
Dazu kommen Schmerzen im Rücken (LWS) und Verspannungen (BWS).

Ich hatte einen Kurantrag bei der RV gestellt, der jetzt abgelehnt wurde mit der Begründung, meine Erwerbsfähigkeit sei nicht in Gefahr. Klar, hab ja auch zu grosse Angst mich krankschreiben zu lassen, weil ich dann ggf. meinen Job verliere.

Ich will jetzt Widerspruch einlegen - denn zusätzlich bin ich noch seit 9 Jahren allein erziehend (Sohn ist 14).

Wie geht man ganz Allgemein in so einem Fall vor, kann mir jemand Tipps geben, was man am besten reinschreibt, was man beifügen muss und was man vielleicht besser nicht schreibt, damit ein Widerspruch möglichst erfolgreich wird?

Das wäre super toll.
 
  6. Antwort von am 01.08.2006  
  für die Kommentare. Ich habe Widerspruch eingelegt, ausführlich begründet und von einem mich vorher über 2 Jahre behandelnden Orthpäden einen weiteren Befundbericht beigefügt. Nach knapp 14 Tagen hatte ich die Bewilligung! Jetzt warte ich nur noch auf einen Termin. Ich will/muss diesen möglichst in die Herbstferien legen wg. meinem 14-jährigen Sohn. Hoffe, das klappt auch.
 
  5. Antwort von am 01.08.2006  
 

ich kann nur raten bei Ablehnung einer Kur unbedingt, Widerspruch einlegen. Meine letzte Kur wurde auch erstmal abgelehnt, obwohl all die Jahre davor die Kur genehmigt worden sind. Denn bei meiner Hüftdysplasie kann es nicht besser werden. Ich musste dann zu einem Gutachter und der hat mir bestätigt, dass die Kur notwendig ist. Dann ging auf einmal alles ganz schnell. Ich habe den Eindruck ,dass ein Kurantrag erstmal abgelehnt wird, vielleicht wird ja vom Patienten kein Widerspruch eingelegt und die BfA hat die Kosten, auf Kosten des Patienten gespart.
 
  4. Antwort von am 17.06.2006  
  A., die Klage beim Sozialgericht ist ein Recht von Dir. Du musst bei der Ablehnung durch die RV auch schriftlich darauf hingwiesen werden. Also mit 'verärgern' ist da nichts. Meistens rechnet man dort auch damit, dass der Antragsteller früher oder später - meistens früher - aufgibt. In eine reine Psychoklinik wäre ich auch nie gegangen, obwohl die Psyche immer bei der Behandlung ein Aspekt sein wird. Eine Klage beim Sozialgericht dauert auch lange, da erst Stellungnahmen der Ärzte angefordert werden und dann dauert es noch, bis ein Termin vergeben wird. Soweit wie ich weiss, muss man beim Mitglied sein. Aber das ist wohl nicht so teuer. Ausserdem helfen sie Dir auch bei einem Schwerbeschädigtenausweis vom Versorgungsamt. Die stellen sich damit auch ziemlich an. C.
 
  3. Antwort von am 15.06.2006  
  erstmal. Ich werde also erstmal Widerspruch einlegen und sagen, detaillierte Begründung folgt in Kürze, weil sowohl Hausarzt als auch ein mich vorher behandelnder Orthopäde zzt. im Urlaub sind.
Zu sehr auf die Psycho-Schiene wollte ich aber nicht, dann komme ich in eine reine Psycho-Klinik (einer Bekannten passiert) und meine Schmerzen in den Gelenken sind ja nicht psychosomatisch.

Mal sehen, wann ich Termin beim Orthopäden habe. Notfalls hole ich mir vorher noch einen um diese Ablehnung zu besprechen und zu sehen, was er geschrieben hat und wie man es noch anders erklären könnte - neben meinen Ausführung.

Die Androhung des Sozialgerichtes - ist das eine gute Idee? Ich würde es ganz bestimmt machen - aber verärgert/provoziert man die dann nicht eher?

Sozialverband () - muss man da Mitglied sein bevor die einem helfen? Wo finde ich die?
 
  2. Antwort von am 15.06.2006  
  A., die RV wird alles daran setzen, dass eine Kur nicht bewilligt wird (Kostengründe). Ich selbst habe insgesamt fast 5 Jahre - wirklich - gebraucht, bis endlich die Kur bewilligt wurde. Und dann auch gleich 4 Wochen jetzt im August. Wie das so plötzlich gekommen ist, weiss ich auch nicht. Ich habe jedesmal einen Widerspruch eingelegt, der natürlich auch abgelehnt wurde und zwar mit der Begründung : das ist alles psychisch und dafür sind sie nicht zuständig. Das habe ich von anderen Leuten auch gehört. Glücklicherweise hat das mein behandelnder Arzt abgestritten. Ich wurde von der RV zu Gutachtern geschickt. Kurz und gut: Man braucht einen langen Atem, starke Nerven und die Hilfe des behandelnden Orthopäden. Man reicht die ganzen Befunde ein, schildert die starken Schmerzen, lässt sich auf jeden Fall Schmerzmittel verschreiben - auch wenn man sie nicht nimmt. Ich würde sogar eine Klage beim Sozialgericht ankündigen und auch durchführen. Falls Du noch Fragen hast, schreibe mir bitte. Ich bin aber ab Sonntag eine Woche verreist. Herzliche C.
 
  1. Antwort von am 15.06.2006  
  A., es wird heut zu Tage immer schwieriger ein Leistung von den Kassen oder Rententrägern zu erhalten und ohne Hilfe von Seiten der Ärzte und Sozialverbänden () wird es immer schwieriger recht zu bekommen. Ich habe einen guten Arzt, Orthopäden, Operateur und den die mir bei den Widersprüchen sehr geholfen haben. Die erste Anlaufstelle sollte immer der Hausarzt sein der ja normalerweise auch den Antrag auf eine Kur oder Reha stellt. Man darf auf keinen Fall klein beigeben und selbst wenn man die Hilfe nicht in Anspruch nehmen will sollte man immer Wiederspruch einlegen lieber einmal mehr als weniger. Du solltest mit Deinem Hausarzt über die Möglichkeit reden ob nicht durch Deine starke Belastung wie Beruf, Haushalt, Krankheit und Alleinerziehend auf das Psychische mehr geachtet werden sollte , denn damit hat man bessere Chancen als mit Schmerzen, die Du ja den Damen und Herrn der RV leider nicht übertragen kannst. Ich wünsche Dir viel Glück und einen grossen Kämpfergeist denn das brauchst Du unbedingt.
 




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Stand : 06.08.2006 11:34:15
MaschinenArthrose : X76Y20060806113415Z76 - V105


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