Beginnende Hüftgelenksarthrose mit 35 - was nun?



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  851. Eintrag von am 19.04.2007 - Anzahl gelesen : 302  
  Beginnende Hüftgelenksarthrose mit 35 - was nun?  
  0, gestern war ich beim Orthopäden wegen meiner Schmerzen in der Leiste, die ich aber unmittelbar nach einer unbewussten Aussen- oder Innendrehung meines rechten Beines habe bzw. bei Bewegungen nach Aussen oder Innen. Lt. Röntgenbild wurde der Verdacht auf eine beginnende Hüftgelenksarthrose geäussert, nächste Woche muss ich zur Kernspin und danach werde ich wieder bei meinem Arzt vorsprechen... Ich mache mir jetzt natürlich Gedanken, wie es weitergeht bzw. ob ich bei einer Arthrose trotzdem die Chance habe, wieder voll beweglich zu werden oder ob ich schon gewisse Einschränkungen (Sport, etc.) in meinem Alter hinnehmen muss...? Ich jogge gern, fahre gerne Rad etc. Kann man mit einer evtl. Krankengymnastik oder Dehhnübungen wieder mehr Bewegungsfreiheit ?

Ich freue mich, dass ich diese Seite entdeckt habe und hoffe, dass ich mich dank Eurer Hilfe gut informieren kann, beim Arzt geht es doch immer sehr schnell.

, Angie
 
  5. Antwort von am 03.06.2007  
  Angie, bei mir wurde mit 28 eine Hüftarthrose festgestellt. Bin jetzt 29 und habe ein künstliches Hüftgelenk mit dem ich super zufrieden bin. Die Beschwerden einer Arthrose kann man für eine gewisse Zeit durch Physiotherapie und Medikamenten lindern aber nur für eine gewisse Zeit. Ich bin froh das ich mich für die künstliche Hüfte entschieden habe. Erst seit dem bin ich schmerzfrei und kann mehr machen als ich dachte. Sport ist leider nur bedingt möglich auch Du solltest nicht zu viel Sport machen. Ein guter Orthopäde oder Physiotherapeut kann Dir sehr gute Tipps geben welche Sportart für Dich geeignet ist.

Wünsche Dir alles Gute
Yv
 
  4. Antwort von am 15.05.2007  
  ich habe seit Geburt eine Hüftluxation bds. Ich habe 1989 eine Umstellungsosteotomie machen lassen, da war ich 24 Jahre alt. Diese kann erfolgen wenn der Knorpel noch gut ist zur Abwendung einer küsntlichen Hüfte für ca. 20 Jahre. Jetzt muss ich links eine künstliche Hüfte bekommen. Ich bin jetzt 41 Jahre als. Die linke Seite hatte ich im Alter mit 4 Jahren nochmal gebrochen. Die Hüfte ist schon rausgesprungen, sie hängt am oberen Rand, alles sehr kompliziert. Habe letztes Jahr ein Reha gemacht. Ich rate Dir. Warte nicht zulange und mach nicht zuviel Sport. Die Reha hat mir geschadet. Was ich Dir empfehlen kann ist Aquasport. Aber kein Brustschwimmen, da Du das Bein wie ein Frosch bewegen musst. Rückenschwimmen ist dann besser oder Kraulen, auch mit den Beinen. Beim Auf-und ab mit den Beinen im Wasser passiert nichts. Ich habe zulange gewartet, weil früher der Orthopäde sagte, aufgrund der Fraktur niemehr operieren. Dann sagten die Ärzte ich bin zu jung. Am 26.06. ist meinen Termin. OP 27.06.2007 habe viel Angst. Mach es besser. Alles Gute. E.  
  3. Antwort von am 01.05.2007  
  Angie,

bei mir wurde die Hüftarthrose im zarten Alter von 36 Jahren diagnotisiert. Krankengymnastik sowie die konsequente Übungsumsetzung zu hause hat mir sehr gut geholfen, aber auch die mehrmaligen Spaziergänge mit meinem Hund haben ihren Teil dazu beigetragen, dass ich die Schmerzen sehr gut ertragen konnte.
Leider kann ich meinem Lieblingssport Squash nicht mehr nachgehen, aber auch da gibt es schlimmeres. Bei Sport so wurde es mir gesagt, sollte man auf die Arten verzichten die starke Stösse auf die Hüfte ausüben, Radfahren und Schwimmen sollen aber wiederum sehr gut sein.

Ich wünsche die viel Glück.

D.
 
  2. Antwort von am 21.04.2007  
  Angie,
ich kann mich B. nur anschliessen : regelmässige Bewegung ist bei Hüftarthrose ganz wichtig - aber nur geeignete Sportarten.
Ungeeignet sind alle Sportarten, bei denen man läuft und dann durch die Stösse die Gelenke immer das volle Gewicht tragen müssen (also z.B. Joggen).
Dagegen ist Rad fahren und schwimmen sehr gut und sinnvoll.
Ich habe mit meiner angeborenen Dysplasie und Coxarthrose mein geliebtes Tennisspielen aus den o.a. Gründen leider aufgeben müssen .
Dafür mache ich mit Begeisterung seit über 7 Jahren Aquafitness und das tut meinen Gelenken und meinen seit 2 Jahren 'eingebauten' Hüftprothesen sehr gut.

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mir gerne eine Mail in meine Infobox senden.


C.
 
  1. Antwort von am 20.04.2007  
  Angie,
Sport solltest Du auf jeden Fall weiter betreiben, allerdings sehr gelenkschonend. Krankengymnastik ist der richtige Ansatz, achte nur darauf, dass die Therapeutin Erfahrung mit Arthrosepatienten hat. Sie (bzw. er) kann Dir die für Deine Arthroseform richtigen Übungen zeigen und so lange trainieren bis Du sie allein daheim machen kannst. Denn die Regelmässigkeit ist der nächste wichtige Punkt - Du musst Dich viel bewegen, möglichst täglich, damit die Gelenke mit Flüssigkeit versorgt werden. Viele Arthrosekranke machen gern Aquagymnsatik (ist nicht so mein Fall), hier im Forum gibt es auch einige Berichte dazu - schau einfach mal alles durch.
Joggen ist wahrscheinlich nicht mehr so anzuraten, die plötzlichen Stösse beim Laufen sind nicht gerade gelenkschonend. Ich habe das Joggen aufgegeben und mach nun Nordic Walking.

Über die Ernährung kannst Du zusätzlich Einfluss nehmen. Seit ich auf Alkohol, Kaffee, (weitestgehend) Zucker verzichte und mich vollwertig mit wenig Fleisch aber viel Fisch ernähre und zusätzlich Hagebuttenpulver nehme, geht es mir deutlich besser. Die Schulterarthrose belastet mich überhaupt nicht mehr und bei meinem Knie habe ich ebenfalls eine massive Besserung bemerkt - Schmerzmittel sind inzwischen nur noch als Notfallreserve im Haus.

Bleib optimistisch und aktiv!

Alles Gute,
B.
 




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Stand : 04.06.2007 16:22:49
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