Bio-Prothese bei Kniegelenksarthrose



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  1580. Eintrag von am 11.02.2008 - Anzahl gelesen : 123  
  Bio-Prothese bei Kniegelenksarthrose  
  0Nach Aussage meines Orthopäden ist eine Schmerzlinderung
der starken Arthrose nur noch durch ein künstliches Kniegelenk zu erreichen.
Jetzt bin ich auf die Möglichkeit einer Bio-Prothese gestossen.
Wer hat hier mit Erfahrung und kennt entsprechende Kliniken?
 
  2. Antwort von am 02.03.2008  
  Bei mir wurde am 13.02.08 eine Bioplastik am rechten Knie durchgeführt. Ich hatte nach einer Spiegelung im August 2007 (Innenmeniskusanriss, Knorpelglättung)starke Schmerzen und Schwellungen von über 4 cm. Ende Oktober dann ein Sturz auf das operierte, immer noch geschwollene Knie.Nach einer wahren Odyssee dann im Januar die Diagnose: erneuter Innenmeniskusriss horizontal. Im Februar dann die 2. Spiegelung wegen dem Riss und einer Knieversteifung. Fühle mich seitdem zwar besser und vor allem die Schmerzen haben abgenommen. Meine Beugung liegt aber nur bei knapp 90 Grad und zur Streckung fehlen auch immer noch 10 Grad. Dann eine Wundheilungsstörung in einer Wunde. Ich hoffe, die jetzt beginnende Krankengymnastik bringt mich endlich weiter.  
  1. Antwort von am 12.02.2008  
  A.,

mit einer Bioprothese wird meines Wissens ein Verfahren bezeichnet, bei dem durch Mikrofrakturierung oder Abrasionsarthroplastik der durch die schwere Arthrose freiliegende Knochen eröffnet wird mit dem Ziel, dass aus den austretenden Stammzellen des Knochenmarkes sich Faserknorpel entwickelt. Dieser ist nicht so belastbar wie der ursprüngliche Knorpel, kann aber durchaus die Beschwerden mindern und dadurch den Einsatz einer 'echten' Prothese um einige Zeit verzögern.

Bei mir wurde eine Mikrofrakturierung hinter der Kniescheibe durchgeführt, was zu keinem Erfolg geführt hat. Die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg der OP hängt auch von dem Ort des Knorpelschadens ab. Am besten soll es an den Oberschenkelrollen funktionieren, am Schienbeinkopf und an der Kniescheibe soll es weniger gut funktionieren. Ganz wichtig ist auch eine gute Nachbehandlung, da erst dadurch aus den Stammzellen der Faserknorpel (und nicht beispielsweise Bindegewebe) entsteht.

Vielleicht hast Du nun mehr Informationen, unter denen Du besser recherchieren kannst. Es melden sich sicherlich auch noch weitere Mitglieder, die von ihren Erfahrungen berichten.

Dir wünsche ich gute Besserung und viel Erfolg bei Deinen Recherchen.

Herzliche ,
B.
 




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Stand : 03.03.2008 05:10:45
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