Hüftarthrose mit 34 - künstliches Gelenk noch hinauszögern?



- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -



  991. Eintrag von am 10.02.2008 - Anzahl gelesen : 248  
  Hüftarthrose mit 34 - künstliches Gelenk noch hinauszögern?  
  0 ich bin 34 und bei mir wurde eine Hüftarthrose beidseitig festgestellt. Ich habe eine angeborene Hüftluxation links. Schmerzmittel helfen bei mir nicht mehr. Habe Schmerzen im Ruhestand und in der Belastung. Ich versuche zur Zeit eine Wassergymnastik. Ich habe schon viel gelesen, aber ich bin mir noch nicht im Klaren, wie es weitergehen soll. Einige raten mir, ich soll es noch hinauszögern aber andere sagen, wenn die Lebensqualität nicht mehr stimmt sollte man über eine OP nachdenken. Wer kann mit weiterhelfen? Yvonne  
  11. Antwort von am 08.03.2008  
 
habe seit 2006 links, 2007 rechts eine TEP. Werde dieses Jahr 40, und ich kann Dir nur sagen, habe den Mut und mache den Schritt. Denn die Lebensqualität ist nachher unglaublich. Befinde mich im Moment im Skiurlaub, und geniesse jede Minute schmerzfrei auf den Brettern. Ich bin mir bewusst, nicht bei allen bringen die OP's den gewünschten Erfolg.
Mein Arzt hat mir klar gesagt, dass die Entscheidung bei mir liegt. Somit kannst Du spüren, wann der Zeitpunkt ist. Die Ratschläge der anderen habe ich immer mit Vorsicht genossen, denn sie kennen die ewigen Schmerzen nicht.
Viel Mut und
 
  10. Antwort von am 07.03.2008  
  Yvonne, wie weit ist denn deine arthrose fortgeschritten, also welcher grad? weisst du das? ich habe angeborene hüftfehlstellung und hatte beginnende arthrose, aber trotzdem starke schmerzen ob in bewegung oder ruhe. ich bin jetzt 32, mit 28 hatte ich eine Hüftumstellungs-OP. Es ist zwar eine schwierige OP und die regenerierung langwierig, aber es hat sich gelohnt. ich habe ab und zu mal schmerzen, aber gar nicht vergleichbar mit vorher. allerdings macht diese nur sinn, wenn die arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten ist, dann kann man aber eine hüft-tep damit länger herauszögern. welche kliniken hast du denn angeschrieben? diese hünftumstellungsoperationen machen nicht jedes KH und das sollten auch Spezialisten ran. Dr. Pothmann in hat sich darauf spezialsiert. Ist zwar ein bisschen weg von dir, aber es würde sich lohnen, da mal zur ambulanten sprechstd. zu gehen, denke ich. von K.  
  9. Antwort von am 13.02.2008  
  Yvonne,
das ist aber schon eine starke Aussage von deinem Orthopäden, du sollst dich nicht so haben ! Auch ich habe schon im Ruhezustand und bei Bewegung Schmerzen und bin auch schon bei den starken Schmerzmitteln gelandet, habe aber gestern von meinem Arzt den Magenschutz dazu verordnet bekommen. Anfang Mai bekomme ich meine TEP. Wenn du keine Lebensqualität mehr hast würde ich die OP nicht mehr lange aufschieben. Bei fortgeschrittener Arthrose bilden sich Geröllzysten, das tut dann noch mehr weh. Als Alternative könntest du aber auch nach Infusionen fragen, die haben mir schon einmal geholfen. Ich wünsch dir alles Gute bei deiner Entscheidung. LG,
 
  8. Antwort von am 13.02.2008  
  Yvonne,
ich bekam mit 38 Jahren eine Beckenumstellung die mir 13 Jahre über die Runden geholfen hat.
vor zwei Jahren (mit 51) habe ich dann ein künstl. Hüftgelenk bekommen.
Vor allem würde ich mir an deiner Stelle einen Orthopäden suchen der auch andere Vorschläge hat als nur Tabletten.

VG
I.

 
  7. Antwort von am 11.02.2008  
  Yvonne,
Arthrose ist nicht heilbar; ein zerstörtes / kaputtes Gelenk kann nicht geheilt, nur repariert und als ultima ratio ersetzt werden. Die Schmerzen werden mit fortschreitendem Verlauf schlimmer und die Folgeschäden grösser (Fehlhaltungen, Muskelverkürzungen, Nebenwirkungen von Schmerzmitteln etc.) Warum soll man auf Freude am Leben, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität über Jahre hinweg 'verzichten', wenn letztendlich kein Weg an der Operation vorbeiführt? Die Entscheidung für den 'richtigen' Zeitpunkt kannst tatsächlich nur du selbst treffen - und überzeugt davon musst du auch sein. Wichtig ist allerdings, dass du eine richtige Diagnose bekommst und den Arzt / die Ärztin deines Vertrauens findest, die dir helfen, diese Entscheidung zu treffen! Alles Gute, H.
 
  6. Antwort von am 11.02.2008  
  Yvonne,
bei mir war es eine angeborene Dysplasie und Epiphysenlösung (Luxation).
Meine Beschwerden wurden unerträglich und ich habe es dann noch fast 3 Jahre hinausgezögert. Im Dezember ging nichts mehr und ich bekam eine Kurzschaftprothese. Mir geht es wunderbar und der Leidensdruck ist weg. Das Leben ist wieder schön. Die McMinn Methode wird nur angewandt, wenn der Hüftkopf noch ganz rund ist. Bei mir war er schon ziemlich eckig. Deshalb die Kurzschaftprothese. Hole Dir auf jeden Fall mehrere Meinungen von Orthopäden ein. Wann die OP durchgeführt wird, kannst nur Du entscheiden.
Ich wünsche Dir eine schmerzfreie Zeit.

G.
 
  5. Antwort von am 11.02.2008  
  ,
da ist guter Rat teuer. Ich kenne es aus eigener Erfahrung. Ich hatte vom 21. bis 25. Lebensjahr 5 Op an der Hüfte. Chiari und Umstellung. Diese gelenkverbessernden Eingriffe sind sehr langwierig und die späteren Erfolge bei jedem anders. Für dich wäre evtl. die Mc Minn Methode, die richtige. Ich würde mich an deiner Stelle in einer Klinik beraten lasse, die auf diesen Eingriff spezialisiert ist. Bei mir wurde auch immer gesagt 'zu jung' und so habe ich viele Jahre damit verbracht auf bessere Tage zu warten, Tage ohne Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Hinzu kommt, dass durch die jahrelangen Schmerzen und die Schonhaltung nach einer TEP-Op eine wesentlich längere Genesungszeit erforderlich ist um wieder auf die Beine zu kommen. Ich würde heute nicht mehr so lange warten.
Ich wünsche dir alles Gute.

F.
 
  4. Antwort von am 11.02.2008  
  A.,
Als erstes würde ich mal einen Orthopäden suchen der sich nicht nur auf das verschreiben von Schmerzmittel beschränkt sondern mit Dir nach Alternativen sucht was Dir am besten hilft. Sicher sollte man eine TEP solange wie möglich rauszögern, aber wenn man nur noch Schmerzen hat ist meiner Meinung der Zeitpunkt gekommen wo eine TEP zumindest mal in Erwägung gezogen werden sollte . Aber auch andere Möglichkeiten sollte man in die Überlegungen mit Einbeziehen,und dabei sollte einem normalerweise der Orthopäde beraten. Sicher ist es gut mehrere Meinungen von Fachärzten zu haben aber ob es Dir wirklich hilft wenn Du von 2 oder 3 verschiedenen Ärzten unterschiedliche Meinungen hast. Entscheiden musst letztendlich Du und wichtig ist dass Du dann auch 100% dazu stehst, denn was Dir überhaupt nichts bringt sind die Selbstzweifel ob Du das richtige gewählt hast.
Ich wünsche Dir eine glückliche Hand bei Deiner Entscheidung und eine schmerzuarme Zeit.

E.
 
  3. Antwort von am 11.02.2008  
  Danke an alle die mir geschrieben haben. Ich habe drei Kliniken angeschrieben und hoffe nun auf eine Antwort. Die Schmerzen sind mittlerweile sehr schlimm geworden und es 'kracht' im Hüftgelenk bei kleinster Bewegung. Mein Orthopäde sagte zu mir, ich soll mich nicht so haben. Ich soll weiterhin die Schmerzmittel nehmen (die leider nicht helfen, sondern auf den Magen schlagen.) Ich hoffe einer der Kliniken kann mir helfen. Danke an alle Yvonne  
  2. Antwort von am 11.02.2008  
  Yvonne
es ist schwer zu sagen ob Du warten solltest mit einer Prothese. Ich hatte mit 35 meine Oberflächenprothese bekommen. Allerdings war meine Arthrose nicht durch angeborene Stellungen hervorgerufen. Nach vielen Jahren Schmerzmitteln und täglicher KG ging es nicht mehr so weiter. Wie B. schon sagt, solltest Du Dich aber noch um weitere Befunde und Lösungsvorschlägen in Fachkliniken bemühen. Hoffe für Dich dass Du eine Tep noch schieben kannst.

Wünsch Dir alles Gute!
 
  1. Antwort von am 10.02.2008  
  mir half eine Umstellungsosteotomie im Alter von 32 die Prothese um fast 30 Jahre hinauszuzuzögern. Frage einmal in einer die diesbezüglich Erfahrung hat. Bei Hüftluxation ist evtl. eine Beckenosteotomie nötig mit Liegegips. Eine Bettnachbarin im Spital hatte diese Beckenostomie-esiost eine grosse Operation. ev. mehrere Hüftspezialisten fragen. , B.  




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Stand : 09.03.2008 04:28:37
MaschinenArthrose : X991Y20080309042837Z991 - V147


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