Anstehende Kniegelenkversteifung am 16.09. :Angst vor der Zukunft und Suche nach Erfahrungen



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  66. Eintrag von am 31.08.2026 - Anzahl gelesen : 7  
  Anstehende Kniegelenkversteifung am 16.09. :Angst vor der Zukunft und Suche nach Erfahrungen  
  0,
ich wende mich heute an euch, weil mir meine anstehende Operation am 16..09. schwer auf dem Herzen liegt.
Ich hatte im Jahr 1992, im Alter von 27 Jahren, einen Autounfall bei dem mein rechtes Knie eine offene Patellatrümmerfraktur erlitten hat. Das bedeutet das ich seit dieser Zeit keine Kniescheibe mehr habe und auch der Streckapparat ist defekt.
Im linken Knie erlitt ich eine Patellafraktur und das hintere Kreuzband ist gerissen.
Ich bin ein sehr aktiver Mensch und habe die letzten 30 Jahre viel Sport gemacht und auch sonst alles hinbekommen. Jetzt ist in beiden Beinen die Arthrose so weit fortgeschritten das ich die jahrelangen Schmerzen leid bin.
Die Diagnose der Ärzte: recht Versteifung und danach links Knie TEB.
Das hat mich erstmal total aus der Bahn geworfen, da ich auch noch 1 1/2 Jahre warten musste bis ein OP-Termin frei wurde.
Je näher der Termin rückt, desto grösser werden meine Angst und mein Respekt vor diesem Schritt. Was mir am meisten zu schaffen macht, ist die Ungewissheit: Ich habe aktuell keine Vorstellung davon, wie mein Alltag danach aussehen wird.
Ich würde mich sehr über Rückmeldungen freuen.
Wie seid ihr mental mit der Zeit kurz vor der OP umgegangen?
Gibt es Tipps für die erste Zeit Zu Hause?
Wird man nach der OP in Reha geschickt?
Danke fürs Lesen und für jeden Erfahrungswert, den ihr mit mir teilt.
Petra
 
  1. Antwort von am 03.09.2026  
  Liebe Petra,

dein Bericht erinnert mich an die Zeit vor 20 Jahren, als mir mitgeteilt wurde, dass meine beiden Knie einen Totalschaden, Knorpelglatzen, haben. Natürlich erschrickt man dann und kann sich gar nicht vorstellen, wie es weiter gehen soll. Bei mir fing es mit Knieumstellungen an... seit 2005 und 2007 habe ich in jedem Knie eine TEP und komme ganz gut damit zurecht.

Aber du bekommst auch eine Versteifung.
Ich habe bei meiner Freundin gesehen, was das für eine grosse Umstellung ist, sie war anfangs auch sehr verzweifelt. Aber mit der Zeit kam sie gut damit zurecht. Du musst achtgeben, dass du in deiner Reha sehr gute Therapeuten hast. Mein Freundin trainiert weiterhin in einem MTT und heute merkt man nicht mehr viel, dass sie das Knie versteift hat.
Zusätzlich hat sie im anderen Knie eine TEP.

Aber man braucht viel Geduld und Therapeuten die einem Mut machen, das das was wird... und es wird auch!

Das man vor einer Operation neös ist, das ist ganz normal, ich gehe auch immer mit einem erhöhten Blutdruck rein :-) Zur Beruhigung höre ich vor der OP immer CDs mit autogenem Training.

Höre nicht auf negative Berichte von anderen, achten auf dich und gehe Schritt für Schritt vorwärts.. auch wenn es länger dauert.

Für zu Hause : bist du allein? oder wirst du versorgt?
Wenn du allein bist, würde ich dir zu auf Rädern raten nach der Reha. Wenn möglich für einige Monate auch zu einer Putzfrau. Das erleichtert dir die Zeit nach der OP sehr.

Noch ein Rat von mir: lass dir erst das 2. Knie operieren, wenn du mit dem operierten Bein überwiegend schmerzfrei bist. Ich wurde damals mit der Knieumstellung - gegen den Rat meines Operateurs - nach 4 Monaten operiert, ich würde das nie mehr tun. Später habe ich immer 1 Jahr gewartet.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du nach deinen Operation wieder schmerzarm gehen kannst.

von B.
 




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Stand : 03.09.2026 20:07:38
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