Inverse Schulterprothese rechts und Cello spielen?
- Erfahrungsberichte und Dokumentation - Deutsches Arthrose Forum -
78. Eintrag von am 31.08.2022 - Anzahl gelesen : 151
Inverse Schulterprothese rechts und Cello spielen?
0, Vor eionem Jahr hatte ich einen Stolpersturz auf die rechte Schulter und habe mir dabei eine Rotatorenmanschette-Massenruptur zugezogen. Trotz intensiver Physiotherapie, tägliches Krafttraining und Pilatesübungen sind belastungsabhängige Schmerzen im Oberarm persistierend und hindern mich vor allem beim Cello spielen (Bogenarm). Mein Orthopäse empfiehlt eine Inverse Schulterprothese und verspricht damit ein gutes funktionelles Resultat erreichen zu können. Leider kann er mir bezüglich dem Cello spielen keine Auskunft geben. Deshalb: hat jemand in diesem Forum hier einschlägige oder evtl. persönliche Erfahrung? Danke!
3. Antwort
von am 22.01.2026
B.,
das hast du dir bestimmt anders vorgestellt. Aber du musst mindestens ein Jahr warten bis deine Schulter wieder rund läuft, bzw. dass du weniger Schmerzen hast. Manchmal dauert das auch leider länger.
Eine Frage habe ich noch an dich: Bekommst du immer noch Krankengymnastik und ein medizinisches Aufbautraining mit einem erfahrenen Therapeuten?
Oftmals wenn die Behandlungen zu Ende sind, dann hört man mit dem intensivem Training auf. Dadurch baut sich die Muskulatur wieder zurück und es kommt erneut zu den alten Beschwerden.
Mir ging das nach meinem Inlaywechsel im re. Knie genau so. In der ambulanten Reha hatte ich viel weniger Schmerzen und ich konnte besser gehen als ich alle 2 Tage meine Behandlungen hatte. Nach deren Ende ging ich nur noch 1 x die Woche in ein MAT und zur KG, das ist einfach zu wenig. Seitdem mache ich meine Übungen wieder regelmässig jeden Tag zu Hause und damit baue ich auch wieder meine Muskulatur auf. Auch wenn es net, aber da muss ich durch.
Bitte versuche es noch einmal, dass du eine intensive Gymnastik für deine Schulter machst. Du wirst sehen, deine Schulter wird wieder schmerzärmer.
Übrigens: diese Gymnastik sollten wir immer weiter machen...
von D.
2. Antwort
von am 20.01.2026
Mal ein Zwischenstand: Ich bereue es. Inzwischen beginnt die operierte Schulter wieder, fast genauso zu schmerzen, wie vorher - nachdem einige Monate Ruhe war. Sie dreht bei völlig normalen, harmlosen Bewegungen leicht weg und dann ist der Arm einige Tage kaum zu gebrauchen. Das einzige, was besser geht, ist das Aufstützen auf den Krücken. Aber ob das allein nun den Aufwand und die teils unerträglichen Schmerzen wert war, bezweifle ich. Fakt ist, Schulter und Arm bleiben wohl instabil, schmerzhaft und wenig nutzbar. Nein, ich würde das wohl - zumindest so - nicht wieder tun.
B.
1. Antwort
von am 02.09.2025
A.,
ich habe vor 2 Monaten eine inverse Schulter-TEP bekommen und erst in der Reha erfahren, was das wirklich bedeutet. Diese spezielle Prothese bleibt grundsätzlich gegenüber der normalen Schulterprothese eingeschränkter. Mir wurde das so erklärt: Nach Rupturen u. a. der Rotatorenmanschette und der Supra- und Infraspinatusehnen, sowie starker Schädigung der Gelenke selbst, war ein Zusammen-, bzw. Annähen der Muskeln und Sehnen nicht mehr möglich. Übrig war der grosse Aussenmuskel der Deltamuskel. Dieser soll jetzt lernen, die Rotation zumindest weitgehend mit zu übernehmen. Ich spiele zwar kein Instrument, aber ich benötige eigentlich die volle Beweglichkeit für andere Dinge und muss jetzt abwarten, was künftig überhaupt noch machbar ist. Auf jeden Fall soll das wohl eine sehr lange Genesungszeit sein und die Schmerzen sind derzeit noch mind. genauso stark, wie vorher.
Ob ich es wieder machen würde? Diese Frage stellt sich mit der anderen Schulter tatsächlich, da dort die gleichen Schäden vorhanden sind. Aber wenn das soweit ist, hole mich mir mind. 2 weitere Meinungen ein, insbesondere dazu, ob die gerissenen Muskeln und Sehnen nicht doch wieder irgendwie einer Funktion zugeführt werden können. Die Enscheidung wird nicht noch einmal so leichtfertig fallen.
B.
Inverse Schulterprothese rechts und Cello spielen?
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